Als erstgebohrener Sohn von Papi Waidmann und Mami Waidmann wurde er, wie auch schon sein Vater, zum Jäger und Fallensteller. Er machte seine Arbeit hervorragend und fing selbst am Tag des Erntedankfestes und der Zusammenkunft der vier Familien in Tannenbühren zwei prächtige Kaninchen, die sogar Wurst drin hatten. Ein wahrer Jägersmann also.
Bis, ja, bis dann am späteren Abend des selben Erntedankfestes die Rivelliten vorbeikamen und neue Rekruten für den Riedhburger Orden suchten. Willi wurde gefragt wie er heisse und dummerweise gab er sogar seinen richtigen Namen an. Die Rivelliten freuten sich, denn dieser Name passte wunderbar auf das Papier mit den Freiwilligen. Papi und Mami Waidmann drehten sich zu Willi und sagten nur: “Lauf Kind, lauf so schnell du kannst!”
Das machte Willi und lief bis ans Ende des Weilers. Dort angekommen dachte er sich: “Wenn ich schon so weit gelaufen bin, dann laufe ich mal bis über den Hügel da.”
Als er dann über den Hügel war, und immer noch nicht ganz ausser Puste, sah er eine Gruppe Jäger. So dachte er zumindest und reihte sich einfach mal ein.
Natürlich waren es keine Jäger sondern der Riedhburger Bogenschützenhaufen auf dem Weg zu den Manövertagen. Das fand Willi aber erst sehr spät heraus. Eigentlich erst dann, als er auf dem Platz des Manöverfeldes stand.
Weg von der Armee rein in die Söldnerei.
“Na, besser als die Rivelliten ist es immer noch.”